Zum Inhalt springen

AI that works

KI-gestützte Code-Migration in der Versicherungsbranche

Wie wir mit KI-Agenten die Migration einer zentralen Anwendung verproben und Modernisierung planbar machen.

#ki #Modernisierung #LegacyTransformation
Exxfer Knowledge Graph

Unser Impact

  • Exxeta Checklisten-Icon

    Machbarkeitsstudie zur KI-gestützten Migration in nur 2 Monaten durchgeführt

  • Exxeta Netzwerkdiagramm-Icon

    Wissensgraph aus >30.000 Zeilen Legacy-Code extrahiert

  • Exxeta Aufwärtstrend-Pfeil-Icon

    Bis zu 50 % Effizienzpotenzial bei der Migration identifiziert

Die Challenge

Ein Innovationsteam eines großen deutschen Versicherers steht vor einer strategischen Aufgabe: Eine zentrale Anwendung soll von einer Lecay-Programmiersprache in eine moderne Zielarchitektur überführt werden.

Der Hintergrund: Neue Compliance-Richtlinien schreiben vor, veraltete Technologien langfristig aus dem Unternehmenskontext abzulösen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein kleines Skript, sondern um ein geschäftskritisches System mit über 20.000 Zeilen Code – entwickelt vor über 15 Jahren von einem externen Dienstleister.

Die Anwendung verarbeitet enorme Datenmengen und bildet zentrale Geschäftslogiken ab. Die zugrundeliegenden Abläufe sind komplex. Und über die Jahre für die Mehrheit schwer nachvollziehbar geworden.

Die manuelle Übertragung in eine neue Sprache wäre zu zeitintensiv, teuer und riskant. Was jahrelang als extrem komplex galt, rückt durch KI plötzlich in greifbare Nähe. Kann sie eine solche Migration realistisch beschleunigen oder bleibt sie ein theoretisches Versprechen?

Die Lösung

Statt direkt in die Migration einzusteigen, starteten wir mit einer Machbarkeitsstudie. Ziel war es, systematisch zu evaluieren, ob und wie KI-Agenten den Prozess beschleunigen können.

Dabei wurde schnell klar: Große Sprachmodelle scheitern, wenn sie den kompletten Codekontext auf einmal verarbeiten sollen. Zu viel Kontext führt zu Vereinfachungen und damit zu Fehlern.

Neo4j Graph-Datenbank-Visualisierung mit Java-Klassenabhängigkeiten und Node-Details-Panel mit Code-Komplexitätsmetriken
MCP-Server-Architekturdiagramm mit Verbindungen zu Exxfer Graph, Jira-Daten und Confluence-Daten

Hier kommt Exxfer ins Spiel, unser Tool zur strukturierten Code-Analyse. Exxfer extrahierte aus dem bestehenden Code einen Wissensgraphen. Dieser bildete Abhängigkeiten, Relationen und Logikpfade ab. Statt 20.000 Zeilen Quellcode auf einmal zu betrachten, kann die KI gezielt auf relevante Zusammenhänge zugreifen.

Über einen MCP-Server verknüpften wir diesen Graphen zusätzlich mit Jira- und Confluence-Daten. So entstand ein kontextualisiertes Modell der Applikation – technisch und fachlich zugleich.

Das Ergebnis: Debugging wird präziser. Zusammenhänge werden sichtbarer. Und die KI erhält genau den Kontext, den sie benötigt.

Modulweise-Migrationsdiagramm zeigt schrittweise PHP-zu-Python-Systemmigration mit einzelnen Modulen

Von Wissensgraph zu KI-Migration

Auf dieser Basis testeten wir unterschiedliche Ansätze zur automatisierten Übersetzung in eine moderne Programmiersprache. Der gewählte Weg: modulweise Migration.

Zunächst lassen wir KI-Agenten Tests aus Ein- und Ausgangsdaten generieren. Für ausgewählte Module erreichen wir eine Testabdeckung von rund 80 %. Diese Tests werden fachlich validiert und dienen als Sicherheitsnetz.

Anschließend übersetzen wir die Business-Logik dieser Module automatisiert in die Zielarchitektur. Die KI erhält klare Pläne: 1:1-Übersetzung, Tests müssen grün bleiben, Logik darf sich nicht verändern.

Acht von über 60 Modulen werden so erfolgreich migriert – inklusive Dokumentation und lauffähiger Tests. Die Ergebnisse zeigen: Der Ansatz ist technisch machbar.

Parallel evaluieren wir Effizienz und Tokenverbrauch verschiedener Modelle, darunter Claude Sonnet und Opus. Erste Analysen deuten auf ein mögliches Effizienzpotenzial, bei gleichzeitig hoher Qualität von bis zu 50 Prozent hin.

Entwickler analysiert Code mit Lupe, umgeben von Icons für Graphenanalyse, Automatisierung, Hinweise und Einstellungen

Mehr als nur Code-Übersetzung

Der eigentliche Mehrwert geht über die Migration hinaus. Durch den Wissensgraphen gewinnen die Entwickler:innen erstmals wieder einen strukturierten Überblick über ein System, das über Jahre gewachsen ist. Fehlerquellen lassen sich schneller identifizieren. Abhängigkeiten werden nachvollziehbar.

KI wird hier nicht als Blackbox eingesetzt. Jede Übersetzung basiert auf klaren Plänen. Jede Änderung ist testbar. Jede Entscheidung bleibt überprüfbar. Und so schaffen wir einen strukturierten datenbasierten Modernisierungsansatz.

Illustration eines Mannes mit Fernglas in der Hand, die die Buchstaben AI zeigen

Realistisch bleiben – Zukunft ermöglichen

Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass KI-gestützte Migration nicht nur möglich ist, sondern planbar.

Selbst wenn der Geschwindigkeitsgewinn zunächst moderat ausfällt, entsteht ein strategischer Vorteil: Der Kunde kann frühzeitig evaluieren, wie KI in komplexen Legacy-Migrationen produktiv eingesetzt werden kann, statt später unter Zeitdruck zu reagieren.

Du stehst vor einer Legacy-Migration und fragst dich, ob KI realistisch unterstützen kann?
Lass uns gemeinsam evaluieren, wie KI-Agenten, strukturierte Code-Analyse und transparente Transformationspläne deine Modernisierung beschleunigen können.


What the experts say

  • »Das Projekt hat gezeigt: KI ist nicht zu 100 % planbar, aber genau darin liegt die Chance. Wer sie richtig einsetzt, kann in den meisten Fällen einen spürbaren Effizienzgewinn erzielen.«


Get in Touch


Mehr gute Stories