Einfach loslaufen
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Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasend schnell – und Konrad ist bei Exxeta vorne mit dabei. Als Data Scientist beschäftigt er sich mit AI und KI-Agenten, entwickelt Lösungen für Kunden und probiert neue Technologien am liebsten direkt selbst aus. Stillstand gibt es bei ihm aber auch abseits des Jobs eher selten: Konrad reist gerne, hat mehrere Monate aus Marokko gearbeitet und ist immer offen für neue Themen. Im Heartbeat Interview erzählt er, was ihn antreibt.
Für künstliche Intelligenz und dafür, was wir damit alles möglich machen können. Bei Exxeta habe ich früh die Möglichkeit bekommen, mich in unterschiedliche Themen reinzufuchsen, Dinge selbst umzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.
Mich interessiert dabei inzwischen weniger die Technologie an sich. Spannender finde ich die Frage: Welches Problem können wir damit lösen und wie entsteht daraus etwas, das wirklich einen Wert hat? Ich habe einfach Lust, weiter auszuprobieren, was mit künstlicher Intelligenz möglich ist - bei unseren Kunden genauso wie bei uns selbst.
Ich habe am Karlsruher Institut für Technologie erst Wirtschaftsingenieurwesen und später Wirtschaftsinformatik studiert. Lange war ich mir gar nicht sicher, in welche Richtung ich gehen möchte. Mich haben viele technische Themen interessiert und ich mochte es schon immer, mich in etwas Neues einzuarbeiten, statt mich früh auf eine Sache festzulegen.
Im Master bin ich dann immer stärker bei Data Science, Machine Learning und Themen wie Robotik gelandet. Gegen Ende meines Studiums bin ich über ein Praktikum zu Exxeta gekommen - und das hat mich ziemlich schnell überzeugt. Ich hatte direkt Verantwortung, konnte in Projekten mitarbeiten und hatte vor allem das Gefühl, von den Leuten um mich herum unglaublich viel lernen zu können. Danach war für mich klar: Wenn ich die Möglichkeit bekomme zu bleiben, mache ich das.
Heute arbeite ich als Data Scientist bzw. Agentic Engineer vor allem in Kundenprojekten. Dabei hat sich mein Schwerpunkt ziemlich verändert: Von klassischen Machine-Learning-Themen bin ich immer stärker bei künstlicher Intelligenz, Agenten und Softwareentwicklung mit Agentic Engineering gelandet.

»Gib mir eine Aufgabe, ich fliege zum Mond.«
Eigentlich ziemlich unterschiedlich. Ich war bisher selten über einen sehr langen Zeitraum im gleichen Projekt und habe dadurch in relativ kurzer Zeit sehr viel gesehen.
Mal entwickle ich selbst einen Agenten, mal nutze ich Agenten, um Software oder andere Lösungen zu bauen. Dazu kommen Workshops und inzwischen auch deutlich mehr Termine mit Kunden. Gerade dieser Wechsel gefällt mir: mal tief in ein technisches Problem einzusteigen, mal gemeinsam mit dem Kunden herauszufinden, was überhaupt die »richtige« Lösung ist.
Was sich eigentlich durch fast alle Projekte zieht, ist AI. Das Thema begleitet mich schon eine ganze Weile - und gefühlt kommt jeden Tag etwas Neues dazu.
Als ChatGPT 2022 auf den Markt kam, habe ich angefangen, immer mehr selbst auszuprobieren. Am Anfang habe ich ganz klassisch Fragen gestellt, Texte umformuliert oder Code Snippets reinkopiert. Aber ziemlich schnell habe ich gemerkt, was damit noch alles möglich ist. Und dann habe ich einfach immer weiter ausprobiert und geschaut, wie weit ich damit komme.
Irgendwann hatte ich diesen Aha-Moment: Du kannst damit plötzlich Dinge umsetzen, für die dir vorher das Wissen oder die Fähigkeiten gefehlt haben. Ich kann mich heute in ein völlig neues Thema einarbeiten und habe dabei so etwas wie einen Lernpartner an meiner Seite.
Natürlich heißt das nicht, dass man kein eigenes Wissen mehr braucht. Wenn etwas wirklich gut werden soll, muss ich die Domäne trotzdem verstehen. Aber die Hürde, überhaupt anzufangen und etwas zu bauen, ist viel kleiner geworden. Das finde ich extrem faszinierend.

Ich baue mir gerade ein eigenes Tool rund um Sprache und Transkription. Gespräche werden direkt transkribiert und daraus kann ich zum Beispiel Zusammenfassungen, Follow-Ups oder Action Items erstellen.
Der Unterschied zu klassischen Meeting-Tools ist, dass das Ganze komplett lokal auf meinem Rechner läuft und ich es mit meinen eigenen Agenten verbinden kann. Dadurch bleiben Audio und Transkripte unter meiner Kontrolle. Ich weiß genau, wo meine Daten verarbeitet werden. Das schafft mehr Transparenz, Datenschutz und digitale Souveränität. Gleichzeitig kann ich Sprache direkt als Input für meine Agenten nutzen und damit weiterarbeiten.
Ich wollte einfach ausprobieren, wie weit ich damit komme – und mir nebenbei etwas bauen, das mir im Alltag wirklich Arbeit abnimmt.
Mittlerweile funktioniert es schon ziemlich gut, aber gerade die letzten fünf Prozent sind eine Herausforderung: Aus es funktioniert ein Tool zu machen, das wirklich rund läuft und das ich jeden Tag gerne benutze, ist nicht so einfach. Und genau daran tüftle ich gerade. Ich probiere unfassbar viel einfach Selbst aus. Wenn OpenAI, Microsoft oder jemand anderes etwas Neues veröffentlicht, schaue ich mir an, was dahintersteckt und was andere damit machen. Aber ich muss ein Tool auch wirklich anfassen und damit arbeiten, damit ich es verstehe.
Ich probiere unfassbar viel einfach Selbst aus. Wenn OpenAI, Microsoft oder jemand anderes etwas Neues veröffentlicht, schaue ich mir an, was dahintersteckt und was andere damit machen. Aber ich muss ein Tool auch wirklich anfassen und damit arbeiten, damit ich es verstehe.
Am Anfang hatte ich schon das Gefühl, ständig hinterherzulaufen. Man denkt immer: Das wollte ich noch testen, jenes müsste ich mir auch anschauen. Mittlerweile sehe ich das entspannter. Wenn du einen Monat raus bist, hat sich zwar unglaublich viel verändert - aber dann arbeitest du dich eben wieder ein. Alle anderen müssen das schließlich auch.
Man darf sich von der Geschwindigkeit nicht verrückt machen lassen.

Ich bin schon immer gerne unterwegs gewesen. Nach der Schule habe ich ein Jahr in Südafrika verbracht und auch später hat mich das nie ganz losgelassen. Ich mag es einfach, woanders hinzugehen, neue Leute kennenzulernen und zu schauen, wie das Leben dort funktioniert.
Deshalb fand ich es auch ziemlich cool, dass ich bei Exxeta mehrere Monate aus Marokko arbeiten konnte. Dort habe ich gecoded, war viel am Meer, bin laufen gegangen und habe Calisthenics gemacht. Für mich funktioniert das gut: meinen normalen Alltag zu haben und gleichzeitig für eine Weile an einem ganz anderen Ort zu leben. Und wenn mir morgen jemand sagen würde, ich soll für ein Projekt eine Woche irgendwohin reisen, wäre ich sofort dabei. Solange ich diese Freiheit habe, möchte ich sie auch nutzen.
Ich glaube schon. Ich kann Dinge einfach schlecht an der Oberfläche belassen. Wenn ich mit einem Thema anfange, kommen meistens direkt die nächsten Fragen: Wie funktioniert das genau? Was steckt noch dahinter? Was könnte man damit noch machen?

Dann gehe ich automatisch immer tiefer rein. Und sobald ich anfange, etwas besser zu verstehen, will ich meistens noch mehr darüber wissen. Ich nehme mir also nicht bewusst vor, besonders neugierig zu sein. Das passiert einfach.
Danke, Konrad.