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Hallo KI, wirst du unsere Wissensarbeitenden ersetzen?

Die Nutzung generativer KI bietet Unternehmen eine Riesenchance, braucht aber einen grundlegenden Wandel: Wie wirkt sich die Disruption auf den Menschen und White-Collar-Jobs aus? 

Es ist die Urangst der arbeitenden Bevölkerung: Die Befürchtung, dass neue Technologien die eigene Arbeit überflüssig machen und einen um Lohn und Brot bringen. Und diesmal geht es den White-Collar-Jobs an den Kragen. Potenziell bedroht sind Wissensarbeiter:innen, die sich und ihre Tätigkeiten bisher für immun gegen die KI-Disruption gehalten haben.

Werden die nun alle arbeitslos? Oder müssen wir uns vielmehr die Frage stellen, wie wir uns als Menschen weiterentwickeln können, wenn uns KI einiges an Arbeit abnehmen wird?

Wie wirkt sich Automatisierung auf White-Collar-Jobs aus?  

Beispiel Buchhaltung: Hier lassen sich schon heute Rechnungsworkflowprozesse mit einem Klick automatisieren. Mit der helfenden KI-Hand können selbst bei nicht so standardisierten Themen vielfache manuelle Schritt auf einen Schritt reduziert werden, da Prüfmechanismen durch die KI gemacht werden. 

Auch Softwareentwickler:innen nutzen mittlerweile KI-Tools wie GitHub Copilot, die natürlichsprachliche Eingabeaufforderungen automatisch in Programmcode verwandeln. Weitere Beispiele sind das Durchforsten von juristischen Dokumenten in Rechtsfällen, die Recherche in Redaktionen oder Analyse von Röntgenbildern.  

All diese Aufgaben kann eine Künstliche Intelligenz viel schneller und präziser erledigen. Und damit droht alles wegzufallen, was repetitiv und automatisierbar ist. Dabei hat uns die Geschichte gelehrt, dass jede neue Technologie die menschliche Arbeit entweder ersetzen oder ergänzen kann. Aber jetzt werden komplette Prozessketten digitalisiert, automatisiert und über Schnittstellen verknüpft, was eine nie dagewesene Disruption bedeutet. Die KI schafft es, mit komplizierten Prozessen und Bürokratie umzugehen, ist eine echte Abhilfe, wenn Vorgänge zu kompliziert werden. Es entsteht eine neue Art des Arbeitens. Und die drängende Frage ist, wie KI mit menschlichen Teams zusammenarbeiten kann?

Kreativität und Empathie werden gefragter denn je 

Eine GPT-artige Künstliche Intelligenz erzeugt nichts Neues, sondern nutzt vorhandene Informationen, um plausible Ausgaben zu erstellen. Das ist auf den ersten Blick nicht immer erkennbar. Denn oft scheint es so, als würde KI wie z.B. Midjourney den Kreativen ihre Arbeit abnehmen. Wenn man sich aber den tatsächlichen professionellen Workflows mit Midjourney ansieht, bestätigt sich, dass nichts fundamental Neues geschaffen wird. Doch: die Ergebnisse haben oft eine so gute Qualität, dass sie mindestens als kreativer Input, z.B. für Mood-Boards funktionieren. Nur in seltenen Fällen oder bei sehr professionellem Prompt-Engineering wird gegenwärtig KI-erzeugter Grafischer Content direkt "produktiv" gehen, vielmehr dienen KI-Tools dazu, schnell hochwertige Visualisierungen von Ideen zu erstellen. 

Das nicht immer Neues geschaffen wird, sondern plausible Ausgaben funktioniert für viele Herausforderungen, aber bei weitem nicht für alle. Auch ist die Verlässlichkeit ein Problem und es besteht das Risiko, dass Fehlinformationen verbreitet werden. So kann eine KI basierend auf Daten und Wahrscheinlichkeiten nur logische Schlüsse ziehen, sie hat jedoch kein Verständnis für den Sinn oder die Ethik ihrer Antworten.  

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Damit ist klar, dass uns Künstliche Intelligenzen vor allem repetitive und zeitfressende Routineaufgaben abnehmen werden. Für uns Menschen bleibt indes mehr Zeit, die komplexen Herausforderungen anzugehen, Dinge detailliert vorzudenken, gründlich aufzusetzen und die Ergebnisse der Maschine zu validieren. Urmenschliche Fähigkeiten wie emotionale Intelligenz, Empathie, kritisches Denken und Kreativität treten dabei in den Vordergrund. 

So wird die Arbeit der Zukunft deutlich freier und flexibler sein. Das Abstraktionsniveau wird steigen und dafür muss sich die Workforce entsprechend hochbilden. Ein Upskilling, aber auch die Veränderung  und eine neue Definition verschiedenster Rollen ist unausweichlich. Und wenn KI auf Augenhöhe ins Team integriert werden möchte, wird auch diese eine formale Jobrolle brauchen.  

Die menschliche Workforce muss sich weiterbilden 

Die Crux ist nur, dass wir all diese Fähigkeiten seit Kindesbeinen in uns haben, sie uns in einem System, in dem es mehr aufs Auswendiglernen und Abarbeiten als auf kreative Problemlösungen ankommt, wieder abtrainiert werden. Es ist paradox: Während wir maschinelle Künstliche Intelligenzen entwickeln, bemühen wir uns weiterhin, nachfolgende Generationen zu gefolgsamen, linear denkenden Intelligenzen zu machen. 

Genau hier muss der Wandel stattfinden: Wir brauchen unseren Kindern nicht mehr das Programmieren beibringen, sondern müssen sie befähigen, empathisch zu sein und Probleme kreativ zu lösen. Und wenn es bald nicht mehr darum geht, die Dinge einfach abzuarbeiten, sondern echten Mehrwert zu schaffen, ist es für Unternehmen genauso wichtig, jetzt mit dem Upskilling anzufangen.  

Der Hebel ändert sich dramatisch: Wenn die KI eine Recherche in Sekundenschnelle erledigt, braucht dieser Aufwand nicht mehr gemessen werden. Vielmehr sollte man das Ergebnis messen, das der Mensch aus der Recherche mit seiner Kreativität entwickelt. Statt Agilität muss Werthaltigkeit im Zentrum stehen. Und da Erfolg für den Menschen immer messbar bleiben muss, wird es für Kreativität und Empathie auch neue Kennzahlen und Zielgrößen geben. 

Mensch-Maschine-Teamwork muss das Motto sein 

Damit ist klar: Im bevorstehenden Ausbalancierungsgsprozess werden wohl einige Arbeitsplätze wegfallen. Gleichzeitig wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz neue und komplexere Jobrollen hervorbringen, für die es umso menschlichere Fähigkeiten braucht. Dabei wird der Gap, zwischen denen, die sich weiterbilden und denen, die das nicht tun, immer größer werden.  

Für Unternehmen und ihre Abteilungsleiter:innen bietet sich jetzt die große Riesenchance, die Empathie und Kreativität ihrer Teams zu steigern, KI für spezielle Aufgaben zu integrieren und Teamrollen für KI zu schaffen. Denn die ist bloß ein Werkzeug. Entscheidend ist, was der Mensch damit macht. 

So schauen auch wir uns bestehende Organisationsformen sehr genau an. Dabei geht es darum, den Mitarbeitenden eine möglichst passgenaue KI-Plattform zu geben, die ihnen die Arbeit erleichtert und abnimmt, damit sie alles in ihre Kreativität reinstecken können.  

Was machst du mit KI? 

P.S.: Natürlich haben wir auch ChatGPT um seine Meinung zum Thema gebeten. Hier ist die unverfälschte Antwort:  

Es ist wahrscheinlich, dass KI und Automatisierung einige Aufgaben von Wissensarbeitenden übernehmen werden, besonders jene Aufgaben, die repetitiv oder datenintensiv sind. Bereits jetzt kann KI in vielen Bereichen unterstützen, beispielsweise bei der Datenanalyse, der Erkennung von Mustern in großen Datensätzen oder der Vorbereitung von Berichten. 

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass KI derzeit nicht in der Lage ist, menschliche Fähigkeiten wie kritisches Denken, emotionales Verständnis, Kreativität oder komplexe Problemlösung zu ersetzen. Auch kann KI bisher nicht die Ethik, Werte oder das Verständnis von kulturellen Nuancen eines menschlichen Wissensarbeitenden übernehmen. 

Die Kombination von menschlichen Fähigkeiten mit KI kann jedoch zu verbesserten Arbeitsprozessen führen. Die KI kann sich um routinemäßige Aufgaben kümmern und so den Menschen mehr Zeit für kreative und strategische Aufgaben geben. 

Insofern ist es vielleicht am besten, die Frage nicht als „Wird KI Wissensarbeitenden ersetzen?" zu stellen, sondern eher als „Wie wird KI Wissensarbeitenden helfen, effizienter und produktiver zu sein?“

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